Auch wenn es in der Pra­xis durch­aus üblich ist, hal­be Urlaubs­ta­ge zu gewäh­ren, so besteht kein Rechts­an­spruch dar­auf. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Baden-Würt­tem­berg ent­schie­den (LAG Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 6.3.2019). Das Gericht ver­weist in sei­ner Begrün­dung auf § 7 Abs. 2 S. 1 BUr­lG, wonach der Urlaub im Zusam­men­hang zu gewäh­ren ist. Ein Rechts­an­spruch auf hal­be Urlaubs­ta­ge oder sons­ti­ge Bruch­tei­le von Urlaubs­ta­gen erge­be sich aus dem Gesetz nicht. Dies gilt grund­sätz­lich aller­dings nur für den gesetz­li­chen Min­dest­ur­laub. Bei ver­trag­lich gewähr­tem, zusätz­li­chem Urlaub kann sich aus den getrof­fe­nen Rege­lun­gen etwas ande­res erge­ben.